VfB Stuttgart’s „König der Auswärtstore“ Tiago Tomás will seinen Straßen-Zorn gegen Dortmund fortsetzen

Mit gerade einmal 23 Jahren hat sich Tiago Tomás bereits bei VfB Stuttgart einen Namen gemacht – und das nicht nur wegen seiner Schnelligkeit oder Abschlussstärke, sondern vor allem durch eine bemerkenswerte Fähigkeit, die besonders auf fremdem Platz zur Geltung kommt. In dieser Saison hat Tomás alle drei seiner Bundesliga-Tore auswärts erzielt – eine außergewöhnliche Leistung, die ihm den inoffiziellen Titel „König der Auswärtstore“ im Stuttgarter Team eingebracht hat.

Wenn Stuttgart nun Borussia Dortmund auf deren eigenem Rasen gegenübersteht, hat Tomás ein mutiges Versprechen abgegeben. Er will nicht nur ein weiteres Tor erzielen – er möchte eine komplette Offensivleistung abliefern. „Ich will auswärts bei Dortmund ein Tor schießen“, sagte er in einem kürzlichen Interview. „Und ich möchte auch meinen Mitspielern mit einer Vorlage helfen.“

Sein Selbstvertrauen ist nicht unbegründet. Laut Statistik stammt keines seiner drei Ligatore in dieser Saison aus dem heimischen Stadion. Das sagt einiges: Tomás gedeiht unter Druck und in der schnellen Dynamik von Auswärtsspielen, wenn die Einsätze höher und das Rampenlicht heller ist.

Aus Sicht des Vereins ist ein Stürmer, der unter solchen Bedingungen liefert, ein echter Luxus. In einer Liga, in der Heimvorteil oft entscheidend ist, verschafft ein Spieler, der auswärts treffen kann, dem VfB einen ernstzunehmenden psychologischen und taktischen Vorteil. Gegner können sich nicht entspannen, nur weil sie zu Hause spielen – Tomás kann jederzeit zuschlagen.

Doch dieses Versprechen dreht sich nicht nur um Tore. Tomás will auch Kreativität in sein Offensivspiel einbringen. Während seine Vorlagenbilanz in dieser Bundesliga-Saison bei null liegt, deuten seine Expected-Assist-Daten (xA) darauf hin, dass er sich verbessern will. Er weiß, dass ein kompletter Angreifer nicht nur Tore erzielen, sondern auch die Mitspieler besser machen muss. Indem er sich vornimmt, eine Vorlage zu liefern, zeigt er, dass er verstanden hat, dass moderne Stürmer mehr als nur Vollstrecker sein müssen – sie müssen auch Spielgestalter sein.

Taktisch könnte Stuttgart von diesem Doppel-Angriff profitieren. Gegen Dortmund, die für ihr hohes Pressing und schnelle Umschaltaktionen bekannt sind, kann Tomás nicht nur abschließen, sondern auch das Spiel verknüpfen und so die Abwehr auf unerwartete Weise dehnen. Seine Geschwindigkeit und Bewegungen ohne Ball können Verteidiger binden und Räume für Mitspieler öffnen, und seine Bereitschaft zur Kombination zeigt, dass er nicht nur auf persönlichen Ruhm aus ist.

Über seine technischen Qualitäten hinaus gibt es auch eine mentale Seite dieses Versprechens. Tomás glaubt klar an sich selbst. Öffentlich zu erklären, dass er sowohl ein Tor als auch eine Vorlage liefern will – besonders auswärts – ist eine klare Absichtserklärung. Es ist eine Botschaft nicht nur an Dortmund, sondern auch an seine eigenen Mitspieler: „Ich kann mehr als nur treffen; ich kann der Architekt von Angriffen sein.“

Für die Fans von Stuttgart ist das ermutigend. Wenn Tomás liefern kann, wenn es am wichtigsten ist, könnte er zu einer prägenden Figur dieser Saison werden. Auswärtstore können enge Bundesliga-Spiele entscheiden, und ein Stürmer, der sowohl treffen als auch kreieren kann, ist von unschätzbarem Wert. Mit einem Spieler wie Tomás wird Stuttgart auswärts gefährlicher – und unberechenbarer.

Doch der Druck ist hoch. Dortmund ist kein leichter Gegner; in der Signal Iduna Park zu spielen, ist immer eine Herausforderung, und die Mannschaft hat in den letzten Heimspielen Standhaftigkeit gezeigt. Stuttgart muss auf allen Positionen Leistung bringen, und Tomás’ Versprechen gilt nur so lange, wie er es auch umsetzt.

Wenn er es schafft, seine Worte am Spieltag zu untermauern, wird er nicht nur seinen Ruf als Stuttgarts „König der Auswärtstore“ festigen – er wird beweisen, dass er ein kompletter Stürmer unter Druck sein kann. Und für ein Team mit hohen Ambitionen könnte genau das die Art von Leistung sei

n, die es braucht.

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