VfB Stuttgarts Cheftrainer Sebastian Hoeneß strahlt diese Woche nach einer weiteren überzeugenden Leistung vor Stolz. Der 4:0-Auswärtssieg gegen Go Ahead Eagles in der Europa League war nicht nur ein Statement für die Tabellenposition, sondern auch für die Philosophie, die Hoeneß in die Mannschaft eingebracht hat: Jeder kann Tore erzielen. An den Schlagzeilen führt Jamie Leweling, der talentierte Flügelspieler, dessen Tore in dieser Saison zu einem festen Bestandteil von Stuttgarts Angriff geworden sind. Und gestern bewies Leweling erneut seine Bedeutung, indem er zwei Tore beim 4:0-Sieg erzielte. Hoeneß betont jedoch, dass Leweling nur ein Beispiel für eine viel umfassendere Philosophie ist.
„Fußball bedeutet nicht, sich auf einen einzelnen Stürmer zu verlassen“, erklärte Hoeneß in einem Interview nach dem Spiel. „Es geht darum, Chancen zu schaffen, Selbstvertrauen zu fördern und sicherzustellen, dass jeder Spieler glaubt, dass er zum Torerfolg beitragen kann. Jamie trifft jetzt – einschließlich seines gestrigen Doppelpacks – aber er ist Teil einer größeren Geschichte. Jeder Spieler hier ist eine potenzielle Torgefahr.“
Lewelings Einfluss ist unübersehbar. Der 24-jährige deutsche Flügelspieler hat nun drei Tore in dieser Saison erzielt, und seine jüngste Leistung in der Europa League zeigte erneut sein Tempo, seine Kreativität und seine Ruhe vor dem Tor. Hoeneß’ Angriffssystem, das Bewegung, Positionsflexibilität und die Nutzung von Räumen betont, ermöglicht es Spielern wie Leweling, ihr Potenzial voll auszuschöpfen. Der Trainer stellt jedoch klar, dass Leweling keine Ausnahme ist – er spiegelt die Torgefahr des gesamten Kaders wider.
Im Laufe der Saison haben mehrere Stuttgart-Spieler zum Torerfolg beigetragen. Von Mittelfeldspielern, die spät in den Strafraum stoßen, bis zu Verteidigern, die bei Standards treffen, ist der Verein für seinen vielseitigen und schwer vorhersehbaren Offensivstil bekannt geworden. Hoeneß’ Trainerphilosophie basiert darauf, ein System zu schaffen, in dem die Tore über die gesamte Mannschaft verteilt werden, was das Team schwerer verteidigbar macht. „Wenn die Gegner denken, sie hätten unsere Schlüsselspieler markiert, tritt jemand anderes hervor“, sagte Hoeneß. „Diese Einstellung fördern wir täglich im Training.“
Diese Philosophie zahlt sich bereits aus. Stuttgarts jüngste Ergebnisse zeigen ein Team, das zusammenhängend, selbstbewusst und auf mehreren Spielfeldern gefährlich ist. Spieler wie Nick Woltemade, Deniz Undav und nun Leweling haben in entscheidenden Spielen ihre Spuren hinterlassen, nicht nur durch Tore, sondern auch durch Vorlagen und intelligente Bewegungen, die Räume für Mitspieler schaffen. Hoeneß’ System verlässt sich nicht ausschließlich auf Starspieler; es belohnt Eigeninitiative und ermutigt zu Risikobereitschaft im letzten Drittel.
Kritiker weisen oft auf Teams hin, die sich zu stark auf ein oder zwei Torschützen verlassen, da Verletzungen oder Formkrisen die Offensive lähmen können. Hoeneß hat diese Falle vermieden und ein Team mit Tiefe und Vielseitigkeit aufgebaut. „Wir trainieren das Abschließen mit allen Spielern – Verteidiger, Mittelfeldspieler, Stürmer“, sagte er. „Jede Trainingseinheit enthält Momente, in denen jeder zum Schuss ermutigt wird, Verantwortung übernimmt und daran glaubt, dass Tore Teil seiner Rolle sind. Diese Mentalität ist zu unserer Stärke geworden.“
Das Ergebnis ist eine Stuttgarter Mannschaft, die wie eine kollektive Angriffsformation wirkt und nicht wie eine Gruppe, die sich auf einzelne Stars konzentriert. Leweling mag diese Woche mit seinem Doppelschlag gegen Go Ahead Eagles Schlagzeilen machen, aber Hoeneß teilt das Lob gerne. „Jamie hat seine Aufgabe großartig erfüllt, aber er hat es nicht allein getan“, betonte der Trainer. „Die Vorlagen, das Aufbauspiel, der Druck der ganzen Mannschaft – das ermöglicht ihm zu glänzen. So spielen wir, und so wird jeder Spieler zu einer potenziellen Torgefahr.“
Während die Bundesliga- und Europa-League-Saisons voranschreiten, werden Stuttgarts Gegner nicht nur Leweling beachten, sondern auch die Unberechenbarkeit, die Hoeneß’ System erzeugt. Die Botschaft ist klar: Jeder Spieler kann sich hervortun, jeder kann treffen, und unter Hoeneß’ Führung wird diese Mentalität die Mannschaft weiterhin prägen.
In einer Liga, die von großen Namen und traditionellen Stürmern dominiert wird, zeigt Hoeneß’ Stuttgart, dass kollektive Stärke, Vielseitigkeit und der Glaube, dass jeder treffen kann – einschließlich Spieler wie Leweling, der gestern zweimal traf – genauso effektiv und sicherlich ebenso span
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