Der VfB Stuttgart ist Berichten zufolge erneut auf der Suche nach einem Stürmer – und eines ihrer Top-Ziele ist Thijs Dallinga, der niederländische Angreifer, der derzeit bei Bologna spielt. Laut Stuttgarter Nachrichten haben die Schwaben Dallinga unter mehreren Stürmern identifiziert, die sie verfolgen könnten, was auf die Absicht hinweist, die Offensive zu verstärken.
Dallingas Aufstieg verlief schnell. Der 23-Jährige wechselte im Sommer 2024 von Toulouse zu Bologna für eine Ablösesumme von rund 15 Millionen Euro. Er wurde als Ersatz für Joshua Zirkzee verpflichtet, der den italienischen Klub zu Manchester United verließ. Bekannt für seine physische Präsenz, seine Bewegungen im Strafraum und seine Abschlussstärke, hatte Dallinga bereits in Frankreich und den Niederlanden einen Namen gemacht.
In dieser Saison erzielte Dallinga bisher zwei Tore und lieferte vier Vorlagen in 13 Einsätzen für Bologna, was zeigt, dass er nicht nur ein reiner Vollstrecker ist, sondern auch das Spiel aufbauen kann. Diese Vielseitigkeit könnte ihn besonders attraktiv für Stuttgart machen, die ihre Optionen für Verstärkungen im Angriff prüfen.
Allerdings ist Dallinga nur einer der Kandidaten auf ihrer Liste. Laut Stuttgarter Nachrichten gehören auch Arnaud Kalimuendo von Nottingham Forest und Jeremy Arévalo von Racing Santander zu den potenziellen Stürmerzielen.
Kalimuendo, ein französischer Angreifer, wird genau beobachtet. Sky Deutschland berichtete, dass Stuttgart bereits Gespräche mit seinem Berater geführt hat, um einen möglichen Transfer im Winter zu prüfen. Der 23-Jährige wechselte Anfang des Jahres zu Nottingham Forest, konnte jedoch in der Premier League bislang keinen nennenswerten Eindruck hinterlassen, da ihm in seinen wenigen Einsätzen weder ein Tor noch eine Vorlage gelang. Seine schwache Zeit in England öffnet Stuttgart die Tür, entweder einen Leih- oder einen festen Transfer zu prüfen.
Jeremy Arévalo hingegen ist eine jüngere, spekulativere Option. Der 20-jährige Ecuadorianer spielt derzeit für Racing Santander in der zweiten spanischen Liga, und Stuttgart sieht in ihm offenbar ein langfristiges Projekt. Mit einer vergleichsweise moderaten Ausstiegsklausel könnte er eine kluge Investition für einen Klub sein, der auf die Entwicklung junger Talente setzt.
Der Hintergrund von Stuttgarts Stürmersuche ist klar. Obwohl der Klub bereits offensive Optionen hat, scheint er bestrebt zu sein, einen bewährten oder dynamischen Mittelstürmer zu verpflichten – insbesondere angesichts von Verletzungsrisiken und der Notwendigkeit, die Torproduktion zu maximieren. Die sportliche Führung des VfB legt offenbar Wert auf einen Stürmer, der nicht nur Tore erzielt, sondern auch am Spielaufbau beteiligt ist und sich taktisch flexibel einfügen kann. Laut Stuttgarter Nachrichten sagte der Sportdirektor des Klubs, dass man „die Augen offen halte“ nach der richtigen Verstärkung.
Aus Sicht von Bologna könnte die Verbindung Dallingas zu Stuttgart die Situation komplizieren. Der italienische Klub hat bei seiner Verpflichtung als Zirkzee-Ersatz erheblich investiert und könnte nicht bereit sein, ihn leichtfertig – vor allem mitten in der Saison – abzugeben. Sein Vertrag läuft Berichten zufolge bis 2028, was Bologna in Verhandlungen erheblichen Spielraum gibt. Ein attraktives Angebot, etwa in Form einer Leihe mit Kaufoption, könnte jedoch die Zustimmung der Italiener gewinnen, insbesondere wenn sie selbst einen Ersatz verpflichten wollen.
Für Stuttgart würde ein Transfer von Dallinga ein klares Signal setzen. Er ist jung, relativ erschwinglich und bereits an den Wettbewerb in der Spitzenklasse gewöhnt. Dennoch hängt die endgültige Entscheidung des Klubs angesichts konkurrierender Kandidaten wie Kalimuendo und Arévalo vermutlich davon ab, ob man kurzfristige Wirkung, langfristiges Potenzial oder eine Mischung aus beidem priorisiert.
Abschließend lässt sich sagen, dass Dallinga nach wie vor zu den wichtigsten Stürmerzielen des VfB gehört, aber auf Konkurrenz von anderen Optionen trifft. Ob Stuttgart ihn letztlich verpflichtet, sich für einen jüngeren Spieler entscheidet oder eine günstigere Alternative wählt, hängt von Verhandlungen, finanziellen Überlegungen und taktischen Prioritäten ab. Bis dahin dreht sich das Gerüchtemühlen weiter – und alle Augen sind auf die Mercedesstraße gerichtet, wenn das Wintertransferfenster näher rückt.
Leave a Reply